19.07.2017

David Loosli on Tour

Auf die Tour de Suisse folgte postwendend die Tour de France. TdS-Sportdirektor David Loosli ordnete während den ersten zehn Etappen der Tour de France als Co-Kommentator von Fernsehen SRF das Renngeschehen ein.

David Loosli, wie lange bist Du mit SRF unterwegs gewesen?

Die ersten fünf Etappen kommentierten wir direkt vor Ort, die zweiten fünf Etappen aus dem Studio Leutschenbach in Zürich. Danach wechselte das Kommentatoren-Team, was bei SRF so üblich ist.

Wie fühlt es sich an, wenn Du nicht als Sportlicher Direktor für das Rennen verantwortlich bist, sondern «nur» darüber reden darfst?

Das ist komplett anders und natürlich viel entspannter. An der Tour de France bin ich wirklich Zuschauer und kann mich auf das Renngeschehen fokussieren. Während den TdS-Etappen stehe ich permanent unter Strom, beobachte die Marschtabelle, schaue auf jeden Streckenposten und kläre andere organisatorische Details. Es ist schon vorgekommen, dass ich erst bei der Siegerehrung richtig wahrnahm, wer die Etappe gewonnen hat.

Was macht die Tour de France (noch) besser als die Tour de Suisse?

Das ganze Marketing und Branding ist wirklich aussergewöhnlich. Man spürt deutlich, dass die Organisation mit 100 Vollzeitstellen im Marketing aus dem Vollen schöpfen kann.

Was macht die Tour de Suisse besser?

Vom radsportlichen Aspekt her sind unsere Rennen moderner und spannender, auch weil wir immer wieder neue Formate testen und verfeinern. Die erste Woche der Tour de France bot vor allem lange Etappen mit absehbaren Sprints und entsprechend wenig Spannung.

Wie geht es bei der Planung der Tour de Suisse weiter?

Wir sind schon recht fortgeschritten. Im Juli mache ich noch zwei Wochen Sommerferien. Danach geht es direkt in die Umsetzung für die Tour de Suisse 2018. Mit Frauenfeld haben wir ja nächstes Jahr einen neuen Start-Hub. Das ist für mich persönlich etwas Besonderes, weil ich mit meiner Familie in der Region wohne. 

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