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15.06.2018

Die grosse Show des Nairo Quintana

Der Kletterspezialist Nairo Quintana entschied die Bergankunft in Arosa nach einer grossartigen Leistung für sich.

Schon ausgangs Chur ergriff der Südamerikaner als Gesamtsechster die Gelegenheit, den Leader Richie Porte (BMC/AUS) herauszufordern. Quintana kam rasch zu einem Vorsprung von 30 Sekunden – aber  auch nicht mehr. Auf den letzten 25 km entwickelte sich ein grossartiges Verfolgungsrennen, bei dem Quintana beinahe alles alleine machen musste, Porte aber mit Olympiasieger Greg van Avermaet (BEL) einen Helfer von unschätzbarem Wert an seiner Seite hatte. Ab Litzirüti hiess es dann aber nur noch Quintana gegen Porte.

22 Sekunden betrug die Differenz lediglich am Obersee. Nairo Quintana (MOV/COL) rückte auf den 2. Gesamtrang vor, aber dies war nebensächlich. Der Kolumbier nach seinem ersten Profisieg dieses Jahres: „Diese Bergankunft stellte für mich einen grossen Test im Hinblick auf die Tour de France dar. Ich erhielt die Bestätigung, dass ich auf einem hohen Niveau fahre und mich auf einem guten Weg in Richtung meines grossen Saisonziels Tour de France befinde.“ Als Erster des Giro d’Italia 2014 sowie Sieger der Tour de Romandie 2016 und der Vuelta a España des gleichen Jahres steht der Name Nairo Quintana der Etappen-Siegerliste der Tour de Suisse gut an.

Bei Richie Porte gewannen die Beobachter den Eindruck, dass er bei seinem Forcing in Litzirüti seinen Motor überdrehte. Der Australier musste am Schluss froh sein, dass Jakob Fuglsang (AST/DEN) zu ihm aufzuschliessen vermochte und die Gangart bestimmte.

„Ja, am Schluss musste ich leiden. Ich explodierte förmlich“, bekannte Porte, der nicht mit anerkennenden Worte an die Adresse Quintanas geizte: „Ihm gelang eine grossartige Leistung. Ich gratuliere ihm zu seinem Erfolg.“

Es sei unglaublich hart gewesen, fügte Porte an, der kaum Zeit gefunden hatte, die Berglandschaft zu bewundern. Dennoch: „Vielleicht komme ich eines Tages als Tourist nach Arosa zurück.“ Und obwohl es ihm gelungen war,  den Vorsprung auf andere Gegner im Gesamtklassement auszubauen, wollte der Träger des Leadertrikots nichts davon wissen, ihm sei der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen: „Abgerechnet wird am letzten Tag. Vorher halte ich es nicht für angebracht, vom Gesamtsieg zu reden.“Detail

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