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17.06.2018

Ein Feuerwerk von Küng, Quintana, Porte und Sagan

Die 82. Tour de Suisse geht am Wochenende mit einem Volksfest in Bellinzona zu Ende. Das hoch dotierte Teilnehmerfeld hat während neun Tagen ein radsportliches Feuerwerk abgeliefert. Im gleichen Stil ist die Post entlang der Strecke und in den Social Media abgegangen.

Tour-Leader Richie Porte (BMC, AUS) und Stefan Küng (BMC, SUI), Leader der ersten vier Tage, haben mit ihrem BMC Racing Team das Rennen von der ersten bis zur letzten Etappe geprägt. Michael Schär, der zweite Schweizer in der BMC-Selektion, hat mit seinem Kämpferherzen, seiner Tempofestigkeit und seinem sicheren Gespür fürs Timing viel zur Abwehr der täglichen Angriffe auf das Leadertrikot beigetragen. Heiss wurde es vor allem in der Etappe nach Arosa, wo Nairo Quintana (MOV, COL) einen völlig entfesselten Ritt durchs Schanfigg ablieferte. 

Das Stelldichein der besten Fahrer auf der World Pro Tour begann am 9. Juni mit dem Mannschaftszeitfahren in Frauenfeld. Stefan Küng hatte den Sieg seines Teams und sein Goldtrikot vorausgesagt. Am nächsten Tag setzte Peter Sagan das Siegen auf Ansage fort. Er schnappte sich den 16. TdS-Etappensieg und hält damit den alleinigen Rekord. Am dritten Tag in Gansingen ging Sagans Rechnung nicht auf. Im Wohnort von Tour-Direktor Olivier Senn geriet der Rockstar unter den Radrennfahrern ins Sprinter-Sandwich von Sieger Sonny Colbrelli (TBM/ITA) und Fernando Gaviria (QST/COL). Die nasse und kalte Etappe bei Tourhälft vom Aargau ins Saanenland gewann der Däne Christopher Juul Jensen (MTS, DAN) solo auf dem Flugplatz Gstaad-Saanen. Von dort ging es über den Col du Pillon und Crans nach Leukerbad. Diego Ulissi (UAD, ITA) gewann die windige Etappe, Stefan Küng musste das Leadertrikot an Teamkollege Richie Porte übergeben. Die Königsetappe über Furka und Klausen ging wieder an einen Dänen, diesmal an Soren Kragh Anderson (SUN). Tags darauf folgte Quintanas Demonstration in Arosa. Das Rundstreckenrennen in Bellinzona am Samstag ging an Arnaud Démare (FDJ, FRA). Vor dem Schlusszeitfahren im Tessiner Hauptort sitzt Richie Porte fest auf dem Leaderthron.

Moderne Rundfahrt mit Rahmenprogramm

Das Veranstaltungskonzept der Tour de Suisse mit je einem Start- und Zielhub, klassischen Etappen von A nach B und einem reichhaltigen Rahmenprogramm an den Start- und Zielorten hat sich bewährt. 1111 Teilnehmer/-innen haben die TdS Challenge bestritten. In Frauenfeld wurde erstmals auch ein Paracycling-Rennen integriert. Die TdS Kids World, die EBM Kids Challenge, die TdS Bike Expo, die Attraktionen der Aussteller im Village und die vielfältigen Initiativen der lokalen Organisationsteams haben von Frauenfeld bis Bellinzona für begeisterte Stimmung gesorgt.

Die Begeisterung am Strassenrand für dieses moderne Etappenkonzept hat sich auf die Social Media übertragen. Der TdS-Twitterkanal ist im Lauf der letzten Tage auf mehr als 19‘000 Followers angestiegen. Der Radsportkanal Velon - zum ersten Mal mit near-live Videos - hat bereits vor dem Finalwochenende auf Posts zur Tour de Suisse mehr Resonnanz erreicht, als während des ganzen Giro d’Italia.

TdS 2019: Pässe-Festival und Kalender-Ärger

Diesen Schwung einer sportlich und medial rundum gelungenen Ausgabe 2018 will die Tour-Direktion in die Vorbereitungen der nächsten Landesrundfahrt mitnehmen. Die Etappenplanung ist weit fortgeschritten. Der Starthub in Langnau im Emmental und der Zielhub im Goms versprechen Festivals in zwei Radsporthochburgen mit Höhenmetern ohne Ende. Die Kirsche auf der Torte der 83. Austragung wird eine Bergankunft auf dem Gotthardpass mit Aufstieg durch die Tremola bilden.

Weniger Freude hat Tour-Direktor Olivier Senn am Datum, das Mitte Woche bekannt geworden ist: 15. – 23. Juni 2019. Die Kalender-Verantwortlichen der UCI haben einmal mehr den Antrag abgewiesen, die Tour de Suisse eine Woche früher zu legen. Olivier Senn: „Wir sind sehr enttäuscht und auch frustriert. Der Entscheid steht in krassem Widerspruch zu den sportlichen Anliegen der Teams. Das Teilnehmerfeld dieses Jahr zeigt, wie beliebt die TdS bei den Fahrern ist, wenn das Datum passt.“

Am Kalender hängen neben den sportlichen auch die finanziellen Interessen, wie Olivier Senn weiter ausführt: „Selbstverständlich beeinträchtig die Weigerung der UCI, uns ein besseres Datum zuzuteilen, auch unsere Möglichkeiten auf dem Sponsoringmarkt. Dass wir keine Begründung erhalten, sagt viel aus über den politischen Druck, den die grossen Stakeholders auf die UCI ausüben. Wir werden weiter für die Ziele und Rechte der Tour die Suisse kämpfen.“

 

83. Tour de Suisse vom 15. bis 23. Juni 2019.

www.tourdesuisse.ch

 

Weitere Informationen:

Ueli Anken, Meidendienst Tour de Suisse, +41 79 638 18 18, media(at)tds.ch

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