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27.01.2017

«Gut vorbereitet heisst für mich eine lockere Tour»

Backstage - Marion Lehmann ist die Herrin über die Unterkünfte. Sie organisiert und koordiniert pro Tour de Suisse insgesamt rund 6500 Hotelbetten.

Geht es um die Unterkunft, scheiden sich regelmässig die Geister. Allen kann man es aber nie recht machen. Das weiss keine besser als Marion Lehmann, die für den Tour-Tross seit elf Jahren die Hotels organisiert. Wer nach einer anstrengenden Etappe und einer längeren Autofahrt ins Hotelzimmer kommt, möchte keine negativen Überraschungen erleben. «Es ist jedes Mal eine grosse Herausforderung Hotels zu finden, die den Anforderungen genügen und gleichzeitig im Budget liegen.»

So kann es vorkommen, dass die Rennfahrer und Staff-Mitglieder am einen Etappenort mal sehr komfortabel und tags darauf eher bescheiden einquartiert sind. «Über die ganze Tour müsste es dann wieder aufgehen», erklärt Marion Lehmann. Nicht alle Etappenorte verfügen über genügend Hotelinfrastruktur. In solchen Fällen erweitert sie den geographischen Kreis. Zudem herrscht im Juni an einigen  Orten touristische Nebensaison. Manchmal ist dies für Marion Lehmann ein Vorteil, kann sie doch pro Hotel über verhältnismässig grosse Zimmer-Kontingente verfügen. Andererseits fehlt den Hotelbetreibern manchmal ausgerechnet dann das nötige Personal. Aber Marion Lehmann beruhigt: «Bis jetzt fanden wir immer eine Lösung.»

TdS - eine Familiensache

Der ehemalige Radprofi Armin Meier holte Marion Lehmann 2006 ins TdS-Team. Meier war damals Tour-Direktor und mit ihrem damaligen Ehemann befreundet. Kennengelernt hat Marion Lehmann ihren heutigen Partner an der Tour de Suisse, auf der Etappe von Stäfa nach Serfaus. «Serfaus wird mir darum immer positiv in Erinnerung bleiben.» Inzwischen arbeitet ihr Sohn Nico (17) ebenfalls für die Tour de Suisse als Velomechaniker im Bereich des neutralen Rennservices. Aus purer Freude am Engagement schenken ihm seine Lehrmeister eine Woche Ferien für den Einsatz an der Tour de Suisse.

Hektisch wird es nur dann bei Marion Lehmann, wenn es in den Hotels kurzfristige Änderungen wie Führungswechsel oder bauliche Veränderungen gibt. Manchmal kommt es auch zu Missverständnissen. Nicht jeder Hotelier kann das logistische Volumen der Tour de Suisse richtig einschätzen. «Einzelne denken, die Tour de Suisse befinde sich immer am gleichen Ort», lacht Marion Lehmann. «Andere fragen mich, wie viele Zimmer ich denn brauche. Sie würden gerne alle bei sich unterbringen.»

Ansonsten plant Marion Lehmann jeden Etappenhalt minutiös und versorgt die Organisation, Teams und Staff-Mitglieder frühzeitig mit allen nötigen Informationen sowie den Hoteladressen für die Navigationsgeräte. «Am Abend nach einer Etappe willst Du nicht mehr lange in der Gegend herumirren.»

Bis Ende November 2016 betreute Marion Lehmann auch hauptberuflich für Ihren Arbeitgeber TUI spezielle Angebote im Sportbereich. So organisierte sie zum Beispiel das Trainigslager für die Teilnehmer der «Tortour» oder exklusive Radsportreisen an das «Gran Fondo New York». Im Februar 2017 wird sie nun eine neue Herausforderung bei Swissport annehmen, dem weltweit führenden Airline-Dienstleister für Flughafenabwicklungen.  

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