17.06.2017

Peter Sagan - König der Sprinter

Der Spurt der 8. Etappe in Schaffhausen wurde eine klare Beute von Peter Sagan (SVK/BOH), der schon im Tessin in Cevio erfolgreich gewesen war. Simon Spilak (SLO/KAT) blieb vor dem abschliessenden Zeitfahren Gesamterster

Angeführt vom belgischen Meister Philipp Gilbert hatte das Team Quickstep auf den letzten 1000 m einen einwandfreien Sprinterzug aufgebaut. Doch gegen den Spürsinn und die Endschnelligkeit von Peter Sagan war kein Kraut gewachsen. Der zweifache Strassenweltmeister feierte in der Tour de Suisse bereits seinen 15. Teilerfolg. Die Premiere erfolgte 2011 in der 3. Etappe. Dem Slowaken fehlen jetzt nur noch fünf Triumphe, um in seiner Profikarriere die Nummer 100 zu knacken.

„Wir kontrollierten das Rennen. Meine Teamkollegen verrichteten eine grossartige Arbeit. Am Schluss benötigte ich auch etwas Glück. Ich bin sehr zufrieden über diesen Sieg“, sagte Sagan, der zum sechsten Mal in seiner Laufbahn die TdS-Punktewertung gewann. Der Slowake bedankte sich auch bei den Gegnern: „Nachdem Quick Step seinen Zug aufgebaut hatte, liessen sie mir einen Platz an ihren Hinterrädern. Das war eine gute Ausgangsposition.“

Wegen des technisch anspruchsvollen Rundkurses entschieden die UCI-Kommissäre im Verlaufe des Rennen, die letzte Runde zu neutralisieren, das heisst die Zeiten für das Gesamtklassement am Schluss der 7. Runde zu werten. Diesen Entschluss trafen die Kommissäre nicht zuletzt auch aufgrund der Intervention der Profis, denn nach zwei Runden herrschte im Feld beinahe Panik.

„Die Kommissäre handelten richtig. Der Rundkurs war etwas gefährlich, vor allem auch angesichts unserer hohen Geschwindigkeit“, erklärte Simon Spilak, dem es als erstem Fahrer dieser Rundfahrt gelang, das Maillot jaune zu verteidigen, „nicht zuletzt auch wegen meinen Teamkollegen, denen mein grosser Dank gebührt.“

Obwohl er vor zwei Jahren im abschliessenden Zeitfahren in Bern hinter Tom Dumoulin (NED) den 2. Platz belegte und dank dieser Leistung zum Gesamtsieg kam, liess sich Spilak keine Prognose zur Prüfung gegen die Uhr vom Sonntag in Schaffhausen entlocken. „Die Strecke ist schwierig. Ich muss schauen, was meine Beine hergeben“, meinte der Gesamterste.

 

 

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