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14.12.2017

Winterportrait 2/4 – Sébastien Reichenbach

Sébastien Reichenbach ist nicht nur Thibaut Pinots Edelhelfer, er avancierte in den vergangenen zwei Saisons auch zum erfolgreichsten Schweizer Grand Tour Fahrer. In unserer TdS Winterserie erzählt Sébastien Reichenbach uns, wie er sich nach seiner Verletzung zurück an seine Bestform tastet und worauf er sich in der Weihnachtszeit am meisten freut.

Tour de Suisse: Erstmal: wie geht es dir nach deinem Unfall am Tre Valli Varesine im Herbst?

Sébastien Reichenbach: Es geht mir gut, danke. Ich darf nach einem Monat Hometrainer endlich wieder draussen trainieren. Meine Rehabilitation ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber ich bin auf einem guten Weg.

TdS: Schön zu hören. Wie kommst Du nach deiner Verletzung zurück zu deiner Top-Form? Und wie sieht dein Zeithorizont dafür aus?

S.R.: Ich mache jeden Tag Physiotherapie und Fitness. Mit dem Krafttraining begann ich, sobald ich durfte, das heisst fünf Tage nach meiner Operation. Ausserdem trainiere ich regelmässig auf dem Hometrainer. Wenn man wieder gut in Form kommen will, darf man bloss nicht untätig sein.

TdS: Fällt es dir schwer, dich im Winter für längere Fahrten draussen zu motivieren? Oder weichst Du auf Roller oder Ausland aus?

S.R.: Überhaupt nicht, ich liebe den Winter. Lange Fahrten machen mir keine Angst, ich finde es toll, den Fortschritt von Woche zu Woche zu spüren. Ausserdem wechsle ich im Winter immer wieder zwischen verschiedenen Sportarten ab, wie Langlaufen, Skifahren, Fitness ...

TdS: Hilft es der Motivation deinen Hausberg Col de la Forclaz hoch zu fahren und deinen Namen all paar Hundert Meter zu lesen?

S.R.: (lacht) Ich fahre den Col de la Forclaz nicht oft, weil auf dieser Route viele Autos verkehren, die in Richtung Chamonix unterwegs sind. Ich erklimme lieber Pässe, wo keine Autos fahren.

TdS: Hast Du über all die Jahre einen besonderen Trick gegen eiskalte Füsse entwickelt?

S.R.: Ein Paar dicke Socken aus Merinowolle und dazu warme Überschuhe – diese müssen aber atmungsaktiv sein, denn sobald man schwitzt, ist man schon verloren. (lacht)

TdS: An den Grande Tours bist Du ja einer der wichtigsten Helfer & Begleiter von Thibaut Pinot. Trainierst Du auch durch den Winter ab und zu mit ihm?

S.R.: Ja, wir treffen uns im Dezember und im Januar für je zehn Tage im Trainingslager.

TdS: In der Weihnachtszeit läuft man ja immer auch Gefahr, etwas an Gewicht zu zulegen. Gönnst Du dir gelegentlich auch ein paar Weihnachts-Guezli oder ein Raclete?

S.R.: Mir schmeckt glücklicherweise Süsses gar nicht. Deshalb bin ich kein grosser Fan von Guetzli und Kuchen. Was ich hingegen mag, ist gutes Fleisch, und die Festtage sind die perfekte Gelegenheit, öfter Mal ein feines Stück zu essen.

TdS: Und was ist dein erstes Saisonziel 2018 - auf welches Du hinarbeitest?

S.R.: Mein wichtigstes Ziel für 2018 ist, meine Form zu 100 Prozent wiederzuerlangen und Freude am Radsport zu haben – darauf arbeite ich jeden Tag hin.

TdS: Besten Dank Sébastien. Wir wünschen dir viel Erfolg & schöne Festtage.

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