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''Spannung bis zur letzten Etappe'', 19. Juni 2012

Beat Zberg, heuer zum letzten Mal Sportlicher Direktor der Tour de Suisse, im rückblickenden Interview auf die Austragung 2012. Der ehemalige Spitzenfahrer über seine Bilanz, die Streckenplanung und seinen Abschied.

Beat Zberg, heuer zum letzten Mal Sportlicher Direktor der Tour de Suisse, im rückblickenden Interview auf die Austragung 2012. Der ehemalige Spitzenfahrer über seine Bilanz, die Streckenplanung und seinen Abschied.

Sie waren heuer letztmals bei der Tour de Suisse in der Funktion als Sportlicher Direktor dabei , wie lautet Ihre Bilanz?

Beat Zberg: Es war wie in den Jahren zuvor eine grossartige Tour de Suisse. Wir haben das Ziel erreicht, dass wir die Spannung bis zur letzten Etappe beibehalten konnten. Bis zum zweitletzten Tag waren vier Fahrer innerhalb eines Rückstandes von 25 Sekunden. Der Gesamtsieger Rui da Costa war sicher eine Überraschung. Auch mit seiner Stärke im Zeitfahren hätten wir nicht gerechnet. Ansonsten steht für mich immer die Sicherheit im Vordergrund. Wenn alle wieder gesund im Ziel ankommen, dann ist das immer das Wichtigste für mich.

Sie waren auch für die Streckenplanung verantwortlich?

Ja, sie war heuer sehr abwechslungsreich, auch der Start am zweiten Tag in Verbania in Italien war mit wirklich vielen Zuschauern ein voller Erfolg. Auf der vierten Etappe nach Trimbach/Olten waren wir überrascht, dass so viele zusammen angekommen sind. Wir sind zudem durch 21 Kantone gefahren und damit durch einen Grossteil der Schweiz.

Sie übernehmen ab Herbst eine Aufgabe in Ihrer Heimatgemeinde Uri im kantonalen Strassenverkehrsamt. Wie leicht oder schwer ist Ihnen der Abschied als Tour de Suisse Direktor gefallen?

Schon sehr schwer, ich habe lange darüber nachgedacht. Aber ich freue mich auf die Aufgabe, es ist eine neue Herausforderung. In Bezug auf die Streckenplanung der Tour de Suisse habe ich schon bei dieser Austragung mit meinem Nachfolger David Loosli zusammen gearbeitet. Er hat seine Profi-Karriere erst vor Kurzem beendet und sieht eine Strasse quasi noch als Rennfahrer. Das ist in dieser Funktion sehr wichtig und er wird seine neue Aufgabe sicher sehr gut machen.

Gab es bei der letzten Austragung einige Momente der Wehmut?

Eigentlich gab es dafür keine Zeit. Aber natürlich, die letzten fünf Jahre waren sehr schön. Wir hatten ein grossartiges OK- und Projektteam. Aber man sagt ja, dass man gehen soll, wenn es am schönsten ist und das mache ich nun.

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