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Alle gegen Cancellara - Die Jagd nach Sekunden, 10. Juni 2012

Vor dem Auftakt der Tour de Suisse gingen die Amateure bei der dritten Cornèrcard Challenge an ihre Grenzen. Trotz heftigen Regengüssen traten 300 begeisterte Hobby-Radfahrer den Vergleich mit dem Berner Olympiasieger an.

Vor dem Auftakt der Tour de Suisse gingen die Amateure bei der dritten Cornèrcard Challenge an ihre Grenzen.

Trotz heftigen Regengüssen traten 300 begeisterte Hobby-Radfahrer zum Auftakt der 76. Tour de Suisse bei der dritten Cancellara Challenge von Cornèrcard den Vergleich mit dem Berner Olympiasieger an. Innerhalb kürzester Zeit waren die begehrten Startplätze für das 7,3 Kilometer lange Zeitfahren auf der komplett abgesperrten Strecke mit Start und Ziel in Lugano vergeben. "Die Distanz hört sich zwar einfach an, aber meiner Meinung nach ist dieser Kampf gegen die Uhr härter als eine einhundert Kilometer lange Bergetappe", betont Vittorio Cornaro, Vize-Generaldirektor der Cornèrbank in Lugano.

"Für viele ist dieser Bewerb hier der Traum ihres Lebens ? sich ein Mal mit ihrem Idol im direkten Duell zu messen, ist ein einzigartiges Erlebnis", erzählt der begeisterte Radfahrer, der zugleich die Zusammenarbeit mit Fabian Cancellara lobt: "Er ist ein echter Superstar, und das nicht nur auf der Strasse. Dabei ist er aber total bodenständig geblieben", erzählt Cornaro. Der Tessiner ist zum dritten Mal bei der Challenge dabei und genoss die prickelnde Rennatmosphäre vor und nach dem Bewerb. Denn unmittelbar nach den Amateuren jagten die Radprofis ihre Hightech-Zeitfahrmaschinen über den Asphalt.

Capoani erneut Schnellster

Die ambitionierten Hobbyfahrer gaben alles, um annähernd an Cancellaras Zeit von 9:47 Minuten ? bei trockenen und sonnigen Bedingungen - heranzukommen. Der schnellste Mann des Tages bei den Amateuren war wie im Vorjahr Aldo Capoani in 11:33 Minuten. Er fuhr um 1:46 Minuten langsamer als der Namensgeber des Events und lag mit dieser Zeit sogar noch um ein Zehntel vor dem letztplatzierten Profi des Zeitfahrens. Auf Rang zwei folgte mit Mauro Gianetti (11:54 Min.) ein bekannter Name im Radsport. Amateur Roger Baumgartner, genau wie Fabian Cancellara mit der Nummer 151 ins Rennen gestartet, fuhr bei seiner Premiere auf Rang neun. "Die Strecke beinhaltet einen harten Anstieg und eine technische Abfahrt, genau die richtige Mischung", kommentierte der Schweizer. Zu den Siegern wurden aber auch jene in einer separaten Wertung gekürt, die am nächsten an ihren zuvor geschätzten Zeitrückstand auf Fabian Cancellara heran kamen.

Grossartig fand Fabian Cancellara selbst den Einsatz der Amateure. "Es ist die perfekte Gelegenheit für Hobbyradfahrer zu zeigen, was in ihnen steckt", sagte der Profi bei der Siegerehrung. Der Schweizer vom Team RadioShack musste sich beim Auftakt der Heim-Rundfahrt dem slowakischen Sieger Peter Sagan (Liquigas-Cannondale) um vier Sekunden geschlagen geben und belegte Rang zwei. Dennoch feierte der 31-Jährige nach dem vierfachen Schlüsselbeinbruch aufgrund eines Sturzes am 1. April bei der Flandern-Rundfahrt ein gelungenes Comeback in seiner erst zweiten Rundfahrt nach dem Missgeschick.

Resultate: www.matsport.fr oder www.cornercard.ch

Von Angelika Kaufmann-Pauger

Partner