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Im Gespräch mit Mathias Frank, 27. April 2012

Der Schweizer Mathias Frank ist seit 2008 Radprofi und startet auch in diesem Jahr mit dem BMC Racing Team bei der Tour de Suisse. Schon im ersten Jahr seiner Karriere als Profi-Radsportler konnte Mathias Frank einen GP sowie die Schweizer Meisterschaft im Mannschaftszeitfahren für sich entscheiden. 2010 gewann der Schweizer sowohl die Bergwertung als auch die Sprintwertung der Tour de Suisse.  Im Interview gibt Mathias Frank Auskunft über die Ziele bei der diesjährigen Tour de Suisse, worauf er sich besonders freut und was im letzten Jahr ein prägendes Erlebnis für ihn war.

Wie kamst du zum Radsport und wann war dein grosses Debut als Profi-Radsportler?

Durch den Velo Club in der Region Rapperswil, durch meinen Vater, der früher Rennen gefahren ist , sowie meinen Bruder. 2008 war mein grosses Debut mit Gerolsteiner bei der Kalifornien Rundfahrt.

Wie kann man sich den Alltag eines Profi-Radsportlers vorstellen?

Training. Viel, viel Training. Der Tag geht zwischen 7:00 und 7:30 los, mit frühstücken und Zeitung lesen, dann geht es aufs Velo. Später wird der Oberkörper auch trainiert und schliesslich gut gegessen und geschlafen.

Wie war dein Einstieg in die Saison 2012 und was hast du dir für das Jahr vorgenommen?

Die Saison hat schon früh mit der Tour Down Under angefangen - ein super Rennen mit Martin Kohler, von dem auch das Trikot ein paar Tage getragen werden konnte. Dann ging es nach Mallorca, Lugano und zur Katalonien Rundfahrt. Ein grosses Ziel für die Saison ist sicherlich die Tour de Suisse mit einer guten Vorbereitung beim Giro d’Italia. An den olympischen Spielen würde ich natürlich auch gerne teilnehmen.

Was bedeutet die Tour de Suisse für dich?

Es ist sicher ein sehr spezielles Rennen, nicht zuletzt weil es in der Schweiz ist. Meines Erachtens bekommt es am meisten Beachtung nach der Tour de France. Es ist ein grosses Rennen, was mir auch gut liegt. Die Berge und Anstiege; das ist was ich kenne und was mir gefällt.   

Nach einem brillanten 6. Platz in der Gesamtwertung bei der Tour de Suisse 2011, was sind deine Ziele für die kommende Schweizer Rundfahrt?

Wieder Minimum in den Top-10 zu sein, das Resultat nochmal zu bestätigen: Das wäre das Ziel. Die diesjährige Tour ist etwas anspruchsvoller als die Letzte. Ich hoffe ich komme mit einer guten Form aus dem Giro zur Tour de Suisse.

Gab es bei der vergangenen Tour de Suisse ein prägendes Erlebnis für dich?

Bei der Etappe nach Malbun bin ich kurz vor dem Luzisteig gestürzt, woraufhin ich erst mehr und mehr Zeit verloren habe. Ich bin dann Vollgas mit Wut im Bauch gefahren und konnte schliesslich fast 1 Minute auf die Vorderen zufahren. Dass ich den Anschluss wieder bekommen habe, hat mir gezeigt, dass es gut läuft, dass ich stark bin und ich mich nicht verstecken muss.

Die lokalen Organisationskomitees geben sich Mühe, den Fahrern, dem ganzen Tour-Tross und den Zuschauern einen schönen Empfang und ein angenehmes Ambiente zu bieten. Bekommt der einzelne Fahrer davon überhaupt etwas mit, oder ist er einfach mit dem Rennen so beschäftigt, dass ihn das ganze Drumherum wenig interessiert?

Doch, man bekommt schon einiges mit. Man merkt, dass der Radsport in der Schweiz gut unterstützt wird, die Etappenorte viel Herzblut reinstecken. Auch von dem was man von anderen Fahrern hört: die Tour de Suisse ist eins der beliebtesten Rennen. Ein perfekt organisiertes Rennen, bei dem alles funktioniert.

Wie erlebst du den Kontakt zu den Fans und Zuschauern während der Tour de Suisse?

Sehr gut! Die Familie und viele Freunde sind da. Es ist wunderschön. Die Schweiz ist nicht all zu gross und so kann man gut die verschiedenen Etappen vor Ort als Zuschauer mit verfolgen. Die Unterstützung der Fans ist da und man merkt, dass der Radsport in der Schweiz lebt.

Wie verbringst du die Zeit zwischen den einzelnen Etappen? 

Meistens haben wir nicht viel Zeit. Nach der Zielankunft geht es in die Dusche im Bus, dann fahren wir zurück ins Hotel, anschliessend folgt die Massage, das Abendessen und vor dem Schlafen vielleicht noch ein Film mit den Teamkollegen.

Was fällt dir spontan hierzu ein:

- Radsport: ist mein Job und meine Leidenschaft

- Mein Rennrad: ist eine teammachine BMC, das beste das ich je gefahren bin

- Mein Team BMC: ist eine riesen Mannschaft mit vielen Top-Weltklasseathleten, eine der professionellsten Mannschaften im Radsport 

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