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20.06.2019

Egan Bernal im Leadertrikot

Mit seinem späten Antritt und dem 2. Etappenplatz in Flumserberg/Tannenheim übernahm Egon Bernal (COL/INS) das Leadertrikot. Der 22-jährige Kolumbier gilt als eines der grössten Talente im Profiradsport.

„Ich wartete den besten Augenblick für meinen Angriff in der Hauptgruppe ab. Die Beine schmerzten mich, aber ich wusste, dass ich meine Chance nutzen musste“, meinte Bernal, der erst der dritte Kolumbier in der Geschichte der Schweizer Landesrundfahrt ist, der das Leadertrikot trägt. 2016 hatte Bernal’s Landsmann Miguel Angel Lopez die Gesamtwertung für sich entschieden, 2011 hatte Juan Mauricio Soler für einen Tag das gelbe Leibchen übernommen.

Für Bernal galt es auch, eine andere Chance zu nutzen. Nach dem sturzbedingten Ausscheiden von Geraint Thomas nach dessen Sturz in der 4. Etappe ist Bernal im Team Ineos der Fahrer für die Gesamtwertung. „Bis am Sonntag haben wir noch harte Etappen zu fahren. Meine Helfer und ich werden alles versuchen, um mein Leadertrikot zu verteidigen“, sagte Bernal, der im März die Fernfahrt Paris – Nizza für sich entscheiden konnte und der in dieser Saison erst 29 Renntage in den Beinen hat.

Mit Antwan Tolhoek (NED/TJV) setzte sich bei der ersten Bergankunft der Rundfahrt ein Aussenseiter durch, den wohl kaum jemand auf der Liste hatte. Der Bergkönig der Tour de Suisse des Jahres 2016 gehörte einer grossen Fluchtgruppe von 25 Fahrern an, die sich noch vor dem Aufstieg zum Ricken gebildet hatte. Im 8,5 km langen Schlussaufstieg zum Ziel in Tannenheim fuhr der Niederländer stets seinen Tritt und ging im richtigen Moment in Front.

Auf den letzten 1000 m wurde es allerdings eng für Tolhoek, weil Bernal im Schnellzugstempo heranrückte. „Bernal hatte mich letztes Jahr in der Kalifornien-Rundfahrt in einer ähnlichen Etappe am Schluss geschlagen. Jetzt bin ich froh, dass ich meinen ersten Profisieg feiern konnte“, freute sich Tolhoek. Innerhalb seines Teams Jumbo-Visma war ausgemacht, dass der Sohn des früheren Profis Patrick Tolhoek aufgrund seiner Kletterfähigkeiten jede Gelegenheit wahrnehmen sollte, auf einen Etappenerfolg auszugehen – Mission erfüllt!  

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