Sieg ohne Training auf dem Zeitfahrrad
19. Juni 2022

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Kristen Faulkner gewinnt das Zeitfahren in Vaduz und übernimmt das Goldtrikot von Lucinda Brand. Die US-Amerikanerin überraschte sich selber, ist aber zuversichtlich, ein Wörtchen im Gesamtklassement mitreden zu können. Jolanda Neff wurde als beste Schweizerin sechste.

«Ich kann es immer noch nicht so richtig glauben», strahlte Kristen Faulkner im Ziel. «Ich wusste, dass ich stark bin, aber dass ich so schnell bin, hätte ich nicht gedacht. Immerhin habe ich in den letzten Monaten praktisch nicht auf dem Zeitfahrrad trainiert». Faulkner startete langsam ins Rennen, drehte jedoch gegen Ende so stark auf, dass gegen sie kein Kraut gewachsen war. «Ich geniesse jetzt natürlich die Zeit im Goldtrikot, bin mir aber bewusst, dass es noch einige Berge zu bezwingen gibt in den nächsten zwei Tagen. Aber ich bin nicht so schlecht am Berg. Deshalb wird es spannend für mich».

So lief das Rennen

Das Rennen startete nicht in umgekehrter Reihenfolge des Gesamtklassements. Die Sportlichen Direktoren entschieden dies, damit die Fahrerinnen nicht von einer allfälligen Teamkollegin profitieren könnten. So startete die 7. des Gesamtklassements, Jolanda Neff, bereits früh im Rennen und übernahm die Führung bei ihrer Ankunft. Ihre Zeit wurde von Kristen Faulkner erfolgreich angegriffen. Die US-Amerikanerin blieb auch auf dem heissen Stuhl, als die führenden drei der Gesamtwertung ins Ziel kamen. Lucinda Brand, die Trägerin des Goldtrikots, wurde zwar starke Vierte, musste aber ihr Trikot doch um vier Sekunden an Faulkner abgeben. Jolanda Neff wurde starke Sechste und liegt auch im Gesamtklassement auf diesem Platz (Rückstand 1:28 Minuten).

Fotos: Buchli Photography/Sam Buchli

Ausblick auf die dritte Etappe

Der 3. Tag der Tour de Suisse Women führt die Fahrerinnen zuerst das Rheintal hinunter bis Oberriet und hinauf nach Gais, dem Haupthindernis des Tages. Anschliessend geht es wieder zurück über den St. Lutzisteig, den wir schon aus dem Männerrennen kennen, nach Chur, dem Ziel der Etappe. Bergfeste Sprinterinnen könnten heute um den Tagessieg kämpfen.

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