Radsport-Festival unter besonderen Umständen
13. Juni 2021

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Andermatt, 13. Juni 2021 – Die beiden führenden Lateinamerikaner vor der Schlussetappe der Männer, Richard Carapaz (ECU) und Rigoberto Uran (COL), sowie Elizabeth Deignan (GBR) mit ihrem souveränen Sieg der ersten Tour de Suisse Women haben neben überzeugenden Auftritten der Schweizer Fahrerinnen und Fahrer die letzten neun Tage auf den Schweizer Strassen geprägt.

Der endgültige Entscheid, die Tour überhaupt durchzuführen, fiel erst sechs Wochen vor dem Start. Neben der Pandemie musste die neue Tour-Trägerschaft infolge der verlängerten Wintersperre mehrerer Alpenpässe auch kurzfristige Streckenänderungen auf zwei Etappen bewältigen. Trotz dieser besonderen Umstände zieht die Tourleitung eine positive Geamtbilanz.

Den Auftakt zur 84. Tour de Suisse machten die Frauen. Insgesamt 102 Fahrerinnen in 17 Teams traten in Frauenfeld zu den beiden Etappen der erstmals durchgeführten TdS Women an. Schweizermeisterin Elise Chabbey sorgte mit dem Sieg und dem gelben Trikot nach der Startetappe für einen Auftakt nach Mass. Am zweiten Tag revanchierte sich die britische Favoritin Elizabeth Deignan und holte sich den Gesamtsieg.

Tour-Direktor Olivier Senn ist mit der Premiere der TdS Women rundum zufrieden: «Trotz der Covid-Einschränkungen und finanzieller Unsicherheiten wollten wir jetzt endlich die Basis für eine zukunftsfähiges Frauen-Etappenrennen auf höchstem Niveau legen. Das kleine Format mit nur zwei Etappen ohne Ortswechsel hat es uns erlaubt, wesentliche Lehren für die künftige Entwicklung zu ziehen. Die werden wir nun auswerten und ein belastbares Konzept für die kommenden Jahre erarbeiten.»

Beim Rennen der Männer galten die beiden Thurgauer Stefan Küng (28) und Stefan Bissegger (22) als Topfavoriten für das Startzeitfahren auf der Heimschlaufe in Frauenfeld. Beide hielte dem Druck stand und realisierten einen beeindruckenden Doppelsieg – mit vier Sekunden Vorteil zugunsten des älteren. Zwei Tage später holte der jüngere in Gstaad seinerseits einen Etappensieg und machte damit das Schweizer Festival der ersten Tourhälfte komplett. Etablierte World-Tour-Tenore bestimmten das Geschehen in der zweiten Tourhälfte. Der letzte Tag der 84. Tour de Suisse läuft auf ein lateinamerikanisches Duelo Final zwischen Leader Richard Carapaz (ECU) und dem überraschenden Sieger des Oberalp-Zeitfahrens Rigoberto Uran (COL) hinaus. Nach dem Domino von Streckenänderungen dient die Tremola als Schlusskulisse der total 1030,5 Kilometer und 16’247 Höhenmeter. 

Was in den neun Tagen zwischen Frauenfeld und Andermatt zum Radsport-Festival mit reduziertem Publikum geriet, hatte Herkulesarbeit im Hintergrund erfordert. Olivier Senn: «Unsere junge Struktur hat seit letztem Herbst eine pausenlose Bewährungsprobe bestanden. Wir waren an sämtlichen denkbaren Fronten gefordert. Zum finanziellen Balanceakt in einer eben erst gegründeten Organisation kamen die umfangreichen Abklärungen mit den Sport-, Verkehrs- und Gesundheitsbehörden der vierzehn beteiligten Kantone und des Bundes sowie zuletzt die Streckenänderungen aufgrund der Wintersperre in den Alpen. Jede Lösung, die sich in einem Bereich abzeichnete, mussten wir auf die Kompatibilität mit besonderen Anforderungen in anderen Bereichen prüfen. Dank bewährten Bereichsteams, langjährigen Beziehungen in vielen Kantonen und treuen Partnern ist das Unterfangen schliesslich gelungen.»

Zum Ausblick auf 85. Tour de Suisse mein Sportdirektor David Loosli: «Die Arbeiten laufen bereits auf Hochtouren. Eines können wir jetzt schon verraten: Das bewährte Konzept mit je einem Hub am Start- und Zielwochenende werden wir beibehalten. Und auch nächstes Jahr wird die Tour de Suisse von den Fahrerinnen und Fahrern alles fordern».

Bis Juni 2022 müssen sich die Radsportfans jedoch nicht gedulden: Im November 2021 folgt bereits die zweite Auflage des mehrtägigen digitalen Rollenrennens The Digital Swiss 5.

www.tourdesuisse.ch

www.digital-swiss-5.ch

Weitere Informationen:
Ueli Anken, Mediendienst TdS, media@tds.ch, +41 79 638 18 18

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