«Sicherheit hat oberste Priorität»
10. Mai 2017

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Backstage – Beat Wettstein hat als Bereichsleiter des Sicherheitsdienstes einer der hektischsten Jobs der ganzen Schweizer Landesrundfahrt.

Zum 27. Mal ist der Zürcher Kantonspolizist in diesem Jahr an der Tour de Suisse dabei. Seinen ersten Einsatz an der Rundfahrt hatte Beat Wettstein 1990 als Motorradfahrer der Kantonspolizei Zürich. Inzwischen leitet er seit 17 Jahren das Sicherheitsteam, das aus 37 Mitgliedern besteht. «Fast alle sind Polizisten.» Aus einem Pool von 50-60 Töffpiloten nominiert er die besten Fahrer für die Tour de Suisse. Die Warteliste ist lang.

Auf 34 Motorrädern sorgt der Sicherheitsdienst dafür, dass die Rennfahrer und der ganze Tross die Strecke sicher befahren können. Zehn Minuten vor der Rennpassage wird der Gegenverkehr gesperrt, Verkehrsinseln, Kreisel und andere Hindernisse mit Sicherheitsleuten bestückt und andere sicherheitsrelevante Vorkehrungen getroffen. «In den Bergen kommt es immer wieder mal vor, dass wir kurz vor Renndurchfahrt noch Kühe von der Strasse treiben und deren Fladen wegwischen müssen.» Die Totalsperrung der Strasse erfolgt dann rund fünf Minuten vor der Durchfahrt. Beat Wettstein dirigiert seine Motorradfahrer von seinem Begleitfahrzeug aus. «Ich bin in meinem Kopf immer an zwei Orten gleichzeitig. Im Jetzt und 15 Minuten voraus.» Er antizipiert den Parcours. «Ich muss wissen, was als nächstes auf uns zukommt.»

44 Motorräder vom Yamaha-Importeur Hostettler

Dass er als Teamchef im Begleitfahrzeug unterwegs ist, stört den passionierten Töfffahrer nicht. «In meiner Freizeit fahre ich dasselbe Yamaha-Modell XT Super Ténéré wie ein Teil der Sicherheitsstaffel.» Neben dem XT Super Ténéré kommen in diesem Jahr auch die Yamaha-Modelle MT 07 Tracer und MT 09 Tracer zum Einsatz. Insgesamt 44 Motorräder stellt die Yamaha-Importeurin Hostettler AG als Official Supplier zur Verfügung. Dazu kommt die IXS-Töff-Bekleidung für alle. Neben den Maschinen für den Sicherheitsdienst werden auch fünf Motorräder für die UCI-Kommissäre und vier für die interne Renninformation Radiotour gestellt. Ein Töff gilt als Reserve. «Mit der Hostettler AG haben wir eine sensationelle Zusammenarbeit», sagt Beat Wettstein mit Nachdruck. Der Importeur betreibe einen grossen Aufwand. «Ausser hie und da mal einen Plattfuss hatten wir mit den Motorrädern noch nie ein Problem.» Viele seiner Motorradfahrer seien nach ihrem zehntägigen Einsatz von der Maschine sehr angetan. «Es kommt immer wieder vor, dass Teammitglieder nach der Tour de Suisse das Yamaha-Motorrad gleich zu einem Vorzugspreis kaufen.»  

Bereits drei Wochen vor der Tour de Suisse erhalten die Motorradfahrer ihre Maschine – zum Eingewöhnen. Die Automatismen auf dem Töff müssen bis zur Tour de Suisse sitzen. «Mein Auftrag an die Fahrer lautet, dass sie drei Wochen lang bei jedem Wetter per Töff zur Arbeit fahren.» Die Altersgrenze für Motorradfahrer im Sicherheitsdienst zieht Beat Wettstein bei 50 Jahren. «Es ist erwiesen, dass die Reflexe ab 50 Jahren leicht nachlassen», begründet der Bereichsleiter. «Unsere Motorradfahrer müssen topfit sein.» Manchmal, gibt er zu, tue es ihm leid, wenn Kollegen 10-15 Jahre lang ausnahmslos eine Topleistung gezeigt hätten und wegen ihres Alters nicht mehr mitmachen dürften. Beat Wettstein setzt mit 57 Jahren den Hebel auch bei sich an. «In 2-3 Jahren möchte ich meinen Nachfolger aufgebaut haben.» Denn die Tour de Suisse geht auch an ihm nicht spurlos vorüber. «Wenn ich nach einer Etappe ins Hotel komme, lege ich mich erst mal für eine halbe Stunde hin, um das Adrenalin abzubauen.» Rund zwei Kilo leichter kehrt er jeweils nach der Landesrundfahrt zurück zur Familie. «Ich zwinge mich jeden Tag genügend zu trinken, jedoch kommt das Essen oft etwas zu kurz.»

140‘000 Kilometer fahren alle Yamaha-Motorräder während der neuntägigen Rundfahrt. «Für mich ist es das Grösste, wenn wir alle unversehrt heimkehren und die Motorräder unfallfrei und ohne Schäden nach Sursee zur Hostettler AG zurückbringen können.» Wenn die Rennfahrer, der ganze Tour-Tross und das Publikum gesund im Ziel sind, hat sich Beat Wettsteins einjährige Vorarbeit gelohnt. 

Zu den Yamaha Motorrädern der Hostettler AG geht es hier.

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