Zoe Bäckstedt (Canyon//SRAM Zondacrypto) hat die 3. Etappe der Tour de Suisse Women gewonnen. Die Britin setzte sich auf dem 120,8 Kilometer langen Rundkurs um Bad Ragaz im Sprint durch. Lily Williams (Human Powered Health) wurde Zweite, Shari Bossuyt (AG Insurance Soudal Team) komplettierte das Podest. Beste Schweizerin war Jasmin Liechti (Swiss Cycling) auf Rang 5.
Die auf dem Papier einfachste Etappe dieser Tour wurde lange von einer achtköpfigen Fluchtgruppe geprägt. Unter anderem Kimberley Le Court-Pienaar (AG Insurance Soudal Team), Alice Towers (Canyon//SRAM Zondacrypto) und Juliette Berthet (AG Insurance Soudal Team) setzten sich früh vom Feld ab und bauten ihren Vorsprung zeitweise auf rund zwei Minuten aus.
In der zweiten Rennhälfte schmolz der Vorsprung der Ausreisserinnen kontinuierlich. Vor den letzten Zwischensprints erhöhte das Feld deutlich das Tempo, Marlen Reusser (Movistar Team) nutzte die Gelegenheit und sammelte unterwegs drei wichtige Bonussekunden im Kampf um die Gesamtwertung.
Drei Kilometer vor dem Ziel kam es zu einem folgenschweren Sturz: Ailish Lauren Dickson (FDJ United Suez), bis dahin Zweite der Gesamtwertung, ging am Ende des Feldes zu Boden und musste das Rennen aufgeben. Kurz darauf fiel die Entscheidung wie erwartet im Sprint. Die junge Britin Zoe Bäckstedt lancierte auf den letzten 300 Metern den Sprint und liess sämtliche Konkurrentinnen stehen.
Häberlin und Reusser in den Top 4
Elisa Longo Borghini (UAE Team ADQ) verteidigte das Leadertrikot. Sarah Van Dam (Team Visma | Lease a Bike) rückte auf Rang 2 der Gesamtwertung vor und liegt 35 Sekunden zurück. Dahinter folgen mit Steffi Häberlin (Team SD Worx Protime) und Marlen Reusser (Movistar Team) zwei Schweizerinnen auf den Plätzen 3 und 4. Häberlin weist 54 Sekunden Rückstand auf, Reusser liegt nach ihren Bonussekunden nur eine weitere Sekunde dahinter.
Damit bleibt die Ausgangslage vor der 4. Etappe nach wie vor offen. Am Samstag steht ein Zeitfahren auf dem Programm – eine Disziplin, in der Weltmeisterin Reusser meistens das Mass aller Dinge ist. Für die Bernerin bietet sich damit die Chance, im Gesamtklassement weiter Boden gutzumachen.









