Pogačar gewinnt Hundertstel-Krimi in Aarburg

Tadej Pogačar (UAE Team Emirates XRG) setzte sich im 23,8 Kilometer langen Einzelzeitfahren rund um Aarburg hauchdünn gegen Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech) durch und gewann damit die 4. Etappe. Nur 0,04 Sekunden trennten die beiden im Ziel. Tobias Foss (Netcompany INEOS) wurde mit 6 Sekunden Rückstand Dritter.

Auf dem schnellen Parcours setzten zunächst mehrere Fahrer starke Richtzeiten. Tim Wellens (UAE Team Emirates XRG) übernahm zwischenzeitlich deutlich die Führung, ehe Van der Poel die Bestzeit auf 26:37 Minuten drückte. Der Niederländer schien lange auf Kurs zum Etappensieg.

Auch Mathias Vacek (Lidl-Trek) war stark unterwegs und lag bei der Zwischenzeit vor Van der Poel. Auf der zweiten Streckenhälfte verlor der Tscheche jedoch Zeit und verpasste die Führung im Ziel. Als Führender startete Pogačar als letzter Fahrer des Tages und lag bei der Zwischenzeit nur knapp vor Vacek. Auf den letzten Metern mobilisierte der Gesamtleader nochmals alles und schob sich mit minimalem Vorsprung vor Van der Poel.

Mit seinem zweiten Etappensieg bei dieser Tour de Suisse baute Pogačar seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Vor der abschliessenden Königsetappe liegt er nun 4:22 Minuten vor Richard Carapaz (EF Education-EasyPost). Damit geht der Slowene mit einem komfortablen Vorsprung in den letzten Renntag.

Schmid fährt in die Top 10

Mauro Schmid (Team Jayco AlUla) zeigte ein starkes Zeitfahren und wurde als bester Schweizer Achter. Der Zürcher verlor nur rund eine halbe Minute auf Pogačar und sorgte damit für das beste Schweizer Tagesresultat der bisherigen Rundfahrt. Marc Hirschi (Tudor Pro Cycling Team) wurde 42., Fabian Weiss (Tudor Pro Cycling Team) 48. und Silvan Dillier (Alpecin-Premier Tech) belegte Rang 60.

Am Sonntag steht zum Abschluss die Königsetappe mit Start und Ziel in Villars-sur-Ollon auf dem Programm. Auf rund 152 Kilometern warten über 4000 Höhenmeter und gleich mehrere schwere Anstiege. Pogačar selbst sprach nach dem Zeitfahren von einer «brutalen Etappe», die für die Entscheidung in der diesjährigen Tour de Suisse sorgen wird.