Tadej Pogačar (UAE Team Emirates XRG) hat die Tour de Suisse 2026 mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Der Slowene setzte sich auf der Königsetappe rund um Villars-sur-Ollon erneut durch und feierte damit seinen dritten Etappensieg bei dieser Rundfahrt. Auf dem 150,7 Kilometer langen Teilstück mit 4226 Höhenmetern gewann Pogačar vor Lenny Martinez (Bahrain Victorious) und Bart Lemmen (Team Visma | Lease a Bike).
Die letzte Etappe wurde lange von einer elfköpfigen Spitzengruppe geprägt. Mit dabei waren unter anderem Mauro Schmid (Team Jayco AlUla), Nairo Quintana (Movistar Team), Bart Lemmen, Louis Vervaeke (Soudal Quick-Step), Paul Double (Team Jayco AlUla) und Lenny Martinez (Bahrain Victorious). Vervaeke nutzte die Flucht, um am Col de la Croix weitere Punkte zu sammeln und sich das Bergtrikot zu sichern.
UAE Team Emirates XRG kontrollierte das Feld über weite Teile der Etappe. Als das Rennen in der letzten Runde härter wurde, schrumpfte das Feld deutlich. Auch Marc Hirschi (Tudor Pro Cycling Team) musste am letzten Anstieg zum Col de la Croix abreissen lassen. Vorne blieb der zweite Schweizer Mauro Schmid lange in der Spitzengruppe, konnte den Kampf um den Tagessieg im Schlussanstieg aber nicht mehr mitprägen.
Pogačar stellt Martinez im Finale
Im letzten Anstieg nach Villars-sur-Ollon griff zunächst Bart Lemmen an. Lenny Martinez und Nairo Quintana gingen mit, wenig später setzte sich Martinez allein an die Spitze. Pogačar attackierte rund acht Kilometer vor dem Ziel aus der Verfolgergruppe. Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) konnte zunächst kurz folgen, musste den Weltmeister aber bald ziehen lassen.
Pogačar holte Fahrer um Fahrer ein und kam Martinez auf den letzten Kilometern immer näher. Kurz vor dem Ziel stellte er den Franzosen, liess ihn einfach stehen und fuhr zum Etappensieg. Martinez wurde mit 7 Sekunden Rückstand Zweiter, Lemmen folgte als Dritter mit 1:33 Minuten Rückstand.
Schmid erneut offensiv
Mauro Schmid bewies auf der Königsetappe seine starken Beine und fuhr erneut sehr aktiv. Der Schweizer Meister war Teil der frühen Spitzengruppe und hielt sich lange vorne. Am Ende beendete er die Etappe als bester Schweizer auf Rang 15 mit 3:26 Minuten Rückstand. Die übrigen Schweizer konnten im Finale nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen.
Im Gesamtklassement liess Pogačar nichts mehr anbrennen. Er gewinnt die Tour de Suisse mit 6:32 Minuten Vorsprung auf Richard Carapaz. Mathias Vacek (Lidl-Trek) komplettiert das Podest und sichert sich zudem das Nachwuchstrikot. Wie dominant der Slowene diese Tour gewann, zeigt sich auch daran, dass seit 1959 kein Sieger der Tour de Suisse mit mehr als fünf Minuten Vorsprung triumphiert hat.









