Favorit Pogačar dominiert die Auftaktetappe in Sondrio

Tadej Pogačar (UAE Team Emirates XRG) hat die 1. Etappe der Tour de Suisse 2026 gewonnen. Der Slowene setzte sich auf dem 144 Kilometer langen Rundkurs um Sondrio 70 Kilometer vor dem Ziel allein ab und fuhr solo zum Auftaktsieg. Richard Carapaz (EF Education–EasyPost) wurde mit 2:14 Minuten Rückstand Zweiter, Andrea Bagioli (Lidl-Trek) folgte als Dritter.

Die Etappe begann mit einem Fluchtduo. Cedric Beullens (Lotto-Intermarché) und Fredrik Dversnes (Uno-X Mobility) setzten sich in der flachen ersten Rennhälfte ab und fuhren zwischenzeitlich einen Vorsprung von rund dreieinhalb Minuten heraus. Mit den ersten Anstiegen übernahm UAE Team Emirates XRG im Feld die Kontrolle. Bereits am Anstieg nach Buglio in Monte wurde das Feld deutlich reduziert, während Dversnes seinen Fluchtkollegen alleine an der Spitze übrigblieb.

Nach dem Zwischensprint, bei dem sich Pogačar als Zweiter zwei Bonussekunden sicherte, lancierte der Weltmeister das Rennen neu. Er stellte Dversnes, fuhr an ihm vorbei und lag rund 70 Kilometer vor dem Ziel allein in Führung. Hinter ihm formierte sich zunächst eine kleine Verfolgergruppe mit mehreren Teamleadern, aus der sich später Richard Carapaz absetzte.
Pogačar kontrollierte das Rennen auch auf den letzten Kilometern souverän. In der Abfahrt ging er kein unnötiges Risiko mehr ein, aber am Schlussanstieg baute der Slowene seinen Vorsprung nochmals aus.

Bagioli machte im Finale zwar Boden gut, kam aber nicht mehr an Carapaz heran. Alle weiteren Verfolgergruppen verloren mehrere Minuten. Mit seinem Solosieg übernimmt Pogačar bereits nach dem ersten Tag die Führung in der Gesamtwertung. Damit unterstrich der grosse Favorit bereits am ersten Tag seine Ambitionen auf den Gesamtsieg.

Schweizer ohne Einfluss auf die Entscheidung

Aus Schweizer Sicht standen Marc Hirschi (Tudor Pro Cycling Team), Mauro Schmid (Team Jayco AlUla), Silvan Dillier (Alpecin-Deceuninck) und Fabian Weiss (Tudor Pro Cycling Team) am Start. In der Entscheidung um den Tagessieg spielten die Schweizer Fahrer jedoch keine Rolle. Mit 5:38 Minuten Rückstand wird Marc Hirschi auf Rang 24 bester Schweizer.