Wer kämpft um die Trikots? Die Schlüsselfiguren der Tour de Suisse 2026

Vier Trikots, vier Geschichten: An der Tour de Suisse 2026 geht es nicht nur um den Gesamtsieg, sondern um vier begehrte Wertungen bei Männern und Frauen. Ein Blick auf die Fahrerinnen und Fahrer, die das Rennen prägen werden.

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Leadertrikot (Primeo Energie) – der Kampf ums Gesamtklassement

Bei den Männern führt kein Weg an Tadej Pogačar vorbei. Der vierfache Tour-de-France-Sieger und zweifache Strassen-Weltmeister hat seine Saison 2026 mit Siegen bei Strade Bianche, Mailand-Sanremo und der Flandern-Rundfahrt bereits dominiert. Sein gefährlichster Widersacher dürfte Routinier Primož Roglič sein, mehrfacher Grand-Tour-Sieger und Olympiasieger im Zeitfahren. Dahinter lauern aufstrebende Klassementfahrer wie Antonio Tiberi und der vielseitige Thomas Pidcock, der diese Saison bereits Milano-Torino gewann.

Bei den Frauen ruhen die Schweizer Hoffnungen auf Marlen Reusser, Vorjahressiegerin der Tour de Suisse und amtierende Weltmeisterin im Zeitfahren – die Heimfavoritin schlechthin. Ihre stärkste Gegnerin ist Demi Vollering: Tour-de-France-Femmes-Siegerin, zweifache Vuelta-Gewinnerin und 2026 bereits in starker Form mit dem Sieg an der Flandern-Rundfahrt. Komplettiert wird das Spitzenfeld von Kasia Niewiadoma-Phinney, Tour-de-France-Femmes-Siegerin 2024, und der vielseitigen Elisa Longo-Borghini.

Punktetrikot (LIDL) – die schnellen Beine

Im Sprint und in den Zwischenwertungen sammeln die Allrounder und Schnellsten die Punkte. Bei den Männern bringt Michael Matthews seine ganze Routine mit, während Mathieu van der Poel als mehrfacher Monument-Sieger und Radquer-Weltmeister in jeder Konstellation gefährlich ist. Auch der kraftvolle Arnaud De Lie und das junge Talent Matthew Brennan mischen mit.

Bei den Frauen ist Lotte Kopecky die Massstab setzende Figur: Mehrfache Weltmeisterin und eine der konstantesten Punktesammlerinnen im Feld. Ihre Teamkollegin Mischa Bredewold, Europameisterin und Amstel-Gold-Race-Siegerin, kann ebenfalls jederzeit zuschlagen.

Bergpreistrikot (Europcar) – die Spezialisten der Höhen

Wenn es bergauf geht, schlägt die Stunde der reinen Kletterer. Bei den Männern gilt Lenny Martinez als Top-Favorit fürs Bergtrikot, ein ausgewiesener Spezialist für die steilen Anstiege. Mit Richard Carapaz, Giro-Sieger und Olympiasieger, sowie dem erfahrenen Nairo Quintana in seiner Abschiedssaison stehen zwei Grand-Tour-Champions bereit, die jede Ausreissergruppe veredeln.

Bei den Frauen verspricht Elise Chabbey als angriffslustige Schweizer Kletterin Spektakel vor heimischem Publikum. Ernst zu nehmen ist auch Justine Ghekiere, die bereits das Bergtrikot an der Tour de France Femmes und am Giro gewann, sowie die formstarke Maeva Squiban.

Jungprofitrikot (LEND) – die Zukunft des Radsports

Das weisse Trikot kürt die besten Nachwuchsfahrer. Bei den Männern ist Lenny Martinez gleich doppelt gefährlich, da er auch im Berg- und Jungprofiklassement vorne mitfahren kann. Bei den Frauen zählen Ricarda Bauernfeind, bereits Etappensiegerin an der Tour de France Femmes, und die australische Aufsteigerin Mackenzie Coupland, die 2026 die Vuelta a Extremadura gewann, zu den Schlüsselfiguren.

Vom überlegenen Favoriten bis zur offenen Nachwuchswertung: Die Tour de Suisse 2026 verspricht vier spannende Wettkämpfe innerhalb des Rennens. 5 Tage Action, 5 Tage Radsport auf höchstem Niveau – für Männer und Frauen.